Auf Spuren einstiger Zeiten

Markierungszeichen: WaldschafStart/Ziel: Freilichtmuseum FinsterauDer Rundweg verläuft teils auf befestigten Pfaden, teils auf naturbelassenem Untergrund und begleitet ein Stück weit den plätschernden Reschbach. Er ist leicht zu bewältigen und ideal für einen entspannten Spaziergang mit kleinen Steigungen und abwechslungsreicher Wegbeschaffenheit – perfekt für Familien und Naturfreunde.Thematisch wird aufgezeigt, wie sich die Landschaft um das Freilichtmuseum Finsterau den modernen Ansprüchen anpasste und führt auch an den ehemaligen Waldbahngleisen vorbei.Mit dem steigenden Bedarf an Holz im 18. Jahrhundert wurden immer entlegenere Waldgebiete erschlossen. Für den Holztransport wurden Gewässer begradigt und ausgebaut. Mit dem Bau der Waldbahn ab 1900 trat die Holztrift in den Hintergrund. Nur wenige Jahrzehnte
später löste der motorisierte Verkehr die Bahn ab und Forststraßen wurden gebaut. Bis heute ist der LKW das Haupttransportmittel für Holz im Bayerischen Wald.
Auch die Landwirtschaft passte sich den modernen Ansprüchen an - durch Bodenreformen, Pflanzen- und Tierzucht, Technisierung und neue Bewirtschaftungsformen.
Diese Entwicklungen spiegeln sich in den Landschaftsbildern wieder, die wir heute sehen: Der Wald ist von Forststraßen zerschnitten, Bäche fließen in kanalisierten Betten und alte Bahntrassen tauchen auf. In der offenen Flur wurden Lesesteinwälle und
Hecken entfernt, kleinteilige Felder und Wiesen zu größeren Einheiten zusammengefasst und neue Straßen angelegt. Alte Haustierrassen und Kulturpflanzen, wie Waldschaf und Wintergerste, verschwanden.
Welche Bedeutung haben diese Entwicklungen für die Natur? Wie sieht die Zukunft aus? Gehen Sie mit dem Waldschaf auf die Suche.
Entlang des Weges laden drei Stationen zum Lernen ein


„Wer bremst, verliert“ - Eine Station über Tempo, Fortschritt und die Frage, ob Schnelligkeit immer besser ist.


„Für den Fortschritt“ - Hier erfährst du, wie Technik und Wandel die Landwirtschaft und das Leben im Bayerischen Wald geprägt haben.
„Sag mir, wo die Schafe sind“ - Eine liebevolle Erinnerung an das Waldschaf – mit Infos zur Haltung, Bedeutung und dem Verschwinden dieser alten Haustierrasse.

Barrierearmut/-freiheitDieser Weg ist für Kinderwagen, Rollstuhl und Rollator ungeeignet.InfrastrukturParkplatz (kostenlos): Am Freilichtmuseum FinsterauHaltestelle: Freilichtmuseum FinsterauWC: Freilichtmuseum FinsterauEinkehrmöglichkeiten (Öffnungszeiten beachten)Im Freilichtmuseum Finsterau - am Start/ZielLandhotel Bärnriegel - 1 km EntfernungCafé Wistlberg - 2 km Entfernung
Anreise mit ÖPNV:

Haltestelle Freilichtmuseum Finsterau

Anfahrt:

Parkplätze am Freilichtmuseum Finsterau (Museumsstraße 51, 94151 Mauth)

Information

Besuch im Freilichtmuseum

Der Rundweg beginnt und endet am Freilichtmuseum Finsterau, das mit historischen Bauernhäusern, Werkstätten und Ausstellungen das Leben vergangener Jahrhunderte im Bayerischen Wald zeigt. Ein Besuch lohnt sich besonders in Kombination mit der Wanderung.

Kartenmaterial und Wanderführer

Eine detaillierte Wanderkarte sowie der Wanderführer von Peter Dillinger "Wandern Rund um Mauth" ist sowohl im Onlineshop shop.ferienregion-nationalpark.de als auch in der Touristinfo Mauth erwerbbar.

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